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letzte Aktualisierung am  22.02.2012

Chronik

Die Chronik der Schützengesellschaft Neukirchen

Schützenvereine haben in aller Welt eine alte Tradition. Der erfolgreiche Schuss auf eine Scheibe erfordert vom Schützen ein gutes  Auge, eine sichere Hand und Konzentration. In der Gemeinschaft von Gleichgesinnten entwickelt sich eine enge Kameradschaft im fairen sportlichen Wettkampf. Daher ist es selbstverständlich,  dass Schützenvereine das gesellige Beisammensein pflegen und hüten und dass sie im Vereinsleben einer Gemeinde mustergültiges Vorbild sind. In den ersten Jahrzehnten waren die Mitglieder  ausschließlich Männer; der Umgang mit dem Gewehr war heilige Männertugend. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert; auch die Frauen beweisen heute in Wettkämpfen, dass sie mit  großartigen Leistungen den Männern ebenbürtig sind. So werden Schützenvereine zu einer echten Schützenfamilie.

In Neukirchen wurde 1895 ein “Schützenverein” mit 35 Mitgliedern und seinem Vorstand Konrad Weber gegründet. Das Protokollbuch  verzeichnet neben den wöchentlichen Schießabenden auch gesellige Veranstaltungen.                 
Der Monatliche Betrag betrug 20 Pfennige

Als jährliche Ausgaben wurden verbucht:                                                          

Petroleum und Stearinkerzen für 44 Pfennige;
 4 Mark 70 Pfennige für Kapsel und Schrot;                                                             
15 Mark für den Vereinsstutzen und                                                                          
13 Portionen Kalbsbraten, die Portion zu 70 Pfennigen.

Ein Eintrag aus dem Jahre 1910 besagt, dass “wegen schlechter Beteiligung beschlossen wurde, den Verein ruhen zu lassen”. Diese  Verschnaufpause dauerte aber nur zwei Jahre.

Am 13. November 1912 wurde im Gasthaus “Zur Eisenbahn” (Vereinslokal) die “Schützengesellschaft Neukirchen” gegründet. Zum Vorstand  wurde
Schlossermeister Georg Pilhofer gewählt.

Gründungsmitglieder waren:    

Georg Pilhofer

Johann Rösch

Georg Kopp jun.

Heinrich Beck

Joh. Gg. Geier

Georg Maul Joh.

Gg. Kopp

Hans Lehner

Michael Hofmann

Hans Lehnerer 

Michael Beck

Georg Deyerl

Hollederer

Gg. Braun

Die Aufnahmegebühr betrug 2 Mark, der monatliche Beitrag 50 Pfennig. 1913 standen 395 Mark Einnahmen 358 Mark Ausgaben gegenüber. Im  Engelhard-Saal fand “mit reger Beteiligung” ein Schützenball statt.                                                Anlässlich der Hundert-Jahr-Gedenkfeier in Erinnerung an 1813 wurde auf dem Harten Fels ein Freudenfeuer entzündet und hundert Gewehrschüsse  abgegeben. Ein Scheibenstand und ein Vereinsstutzen wurden angeschafft und um Unfälle zu vermeiden, wurde ersucht, “beim Laden des Gewehrs die Mündung über Kopfhöhe zu halten”.

Leider unterbrach der Ausbruch des ersten Weltkrieges jäh das rege Vereinsleben. Die meisten Schützen wurden zum Kriegsdienst  eingezogen. Am 22.10.1914 musste als erster Schützenbruder, Georg Kopp jun. bei St. Mihiel in Frankreich, sein Leben lassen.

Im Januar 1919 fand nach dem Krieg eine Generalversammlung statt; die Schießübungen aber konnten wegen Munitionsmangel erst im Mai  wieder aufgenommen werden. Durch Neuaufnahmen vergrößerte sich der Mitgliederstand;

genannt werden:

Christian Hermann

Johann Fuchs

Georg Übelacker

Hans Zimmermann

Heinrich Kohl

Ludwig Wolf

Hans Herbst

Otto Beyer

Felix Fuchs

August Kruse

Hauptl. Rösch

Bechert

Riegel

Ebert

Lehrer Kohler

Pickelmann

G. Dannhauser

Ertl (Truisdorf)

Zagel

Oberndorfer

Zum Vorstand wurde 1920 Georg Kopp gewählt;                                                             16 Mitglieder traten dem “Oberpfälzer Schützenbund” bei. 1921  beteiligeten sich die Schützengesellschaft erfolgreich an Preisschießen in Sulzbach, Haselmühl und Bruck.

Wegen der “kolossalen Geldentwertung” betrug 1923 die Aufnahmegebühr           3000 Mark und der Monatliche  Beitrag ab Juli 800 Mark.                                            1924 betrugen die Einnahmen bei 47 Mitgliedern 3.528.550 Mark.                 Posthalter Hans Lehner wurde Vorstand und Georg Kopp Ehrenschütze.       Schützenfeste in Ursensollen, Lockenricht, Fromberg und das Oktoberfestschießen in München wurden von zahlreichen Mitgliedern besucht. Ende des Jahres hatte die Schützengesellschaft 61 Mitglieder.

Am 04.08.-12.08.1925 fand das Gauschießen in Neukirchen und am 29.08.1925 das erste Königsschießen statt. Malermeister Christof Klein  wurde Schützenkönig und trug stolz die neu erworbene Schützenkönigskette.

Als Bestand werden aufgezählt:                                                                                                 zwei Zimmerstutzen und eine Teilermaschiene.

1926 wurden Georg Hörling und 1927 Wilhelm Grünwald, Schützenkönig.                       Am 08.11.1928 wurde zum erstenmal eine Dame Mitglied, dies war Frl. Irma Fuchs. Schützenkönig wurde Paul Reu.

1929 übernahm Felix Fuchs die Vorstandschaft. Schützenkönig wurde Heinrich Kohl.

 1930 wurde zum Preis von 700 Mark bei der Taubstummenanstalt Michelfeld eine Fahne bereitgestellt. Auf Seidenstoff zeigt die  eine Seite handgestickt das Hubertusbild in Tannenumrahmung mit dem Schützenspruch:

“Ein scharfes Aug, eine sichere Hand, ein treues Herz für`s Vaterland”.

auf der anderen Seite ist auf der Mitte eine Scheibe mit gekreuztem Gewehr eine Eichenlaubumrahmung und die Jahreszahlen  1912 bis 1931 zu sehen. Die Patenschaft für die Fahnenweihe übernahm der “Gesang- und Schützenverein Amphora” aus Sulzbach.

Obwohl, wegen der Geldknappheit und der schlechten Zeit,  sich nur wenige auswärtige Vereine an der Fahnenweihe beteiligeten, wurden die Festtage ein unvergessliches Erlebnis.                                                        Nach einem Fackelzug mit Zapfenstreich vor dem Schützenheim  überreichte am Vorabend Gauschützenmeister Schwarzkopf, Herrn Bürgermeister Schwemmer das Prinz-Alfons-Erinnerungszeichen und den Gründungsmitgliedern Ehrennadeln.                                                           Am Sonntag (14.06.1931) erklang vom Weißen Stein und Harten Fels Weckrufe und donnernde Gewehrsalven. Nach den Gottesdiensten weihte Pfarrer Herbst am Kriegerdenkmal die neue Fahne. Fahnenträger war Hans Rösch, Fahnenbraut Frl. Grimm.                                                  Um 14:00 Uhr zog bei strahlendem Wetter ein Festzug durchs Dorf zum Schützenheim. Dort hielt Hauptl. Hermann die Festrede.

Schützenkönige bis 1938:

1931

Felix Fuchs

1932

Hans Ulherr

1933

Hans Rösel

1934

Adolf Wild

1935

Christian Thümmler

1936

Felix Fuchs

1937

Bgmstr. Schwemmer

1938

Kommissar Steiner

Und wieder brachte ein Krieg das Vereinsleben in schwere  Bedrängnis. In den Kriegsjahren bis 1943 fanden nur Übungsschießen statt. 1944 wurden auch diese Übungen eingestellt.                                                    Von 45 Mitgliedern waren 16 in Fronteinsatz, drei Schützenbrüder mussten ihr Leben lassen:

Dr. Frischholz

1941

Michael Schraml

1943

Georg Kopp

1943

In den ersten Jahren nach dem Krieg zählte die  Schützengesellschaft zu den verbotenen Vereinen. Am 16.12.1951 trafen sich die alten Schützenbrüder zu einer Versammlung. Einstimmig wurde dann das Fortbestehen des Vereins beschlossen und  Felix Fuchs zum  1.Schützenmeister gewählt.                                                                         Die Schießübungen mit einem von Andreas Behringer (Holstein) gestiftetem Luftgewehr, fanden im Gastzimmer (Sigmund) statt.

1952 wurde Felix Fuchs der erste Schützenkönig nach dem Krieg.

1953 wurde mit einem Ball im Kohler-Saal auch das gesellige  Leben neu geweckt. Zum Schützenmeister wurde Hans Neidel gewählt und die von der Wehrmacht 1939 beschlagnahmte Schießstätte wieder in Betrieb genommen. Heinz Mroos errang die Königswürde und  zum erstenmal wird das Weihnachtsschießen (Glaskugelschießen) erwähnt.                               Ein neues Gewehr und Zugscheibenstände förderten die Schießübungen.

Höhepunk im Jahr 1955 war das Gauschießen in Neukirchen bei  einer Beteiligung von 264 Schützen.

1959 erfolgte der Umzug in das neue Schützenheim (Gasthaus  Kohler). Nun standen sechs neue Schießstände zur Verfügung.

Auch das Gauschießen 1965 in Neukirchen mit 412 Schützen  war ein großer Erfolg. Schützenbruder Ludwig Gröschel wurde  Gauschützenkönig.                                                                                    Eine enge Verbindung mit den Tiroler Schützen aus Thiersee führte zu gegenseitigen Besuchen.

Die Schützenkönigswürde errangen:

Zurück - Vorwärts

1954

Siegfried Rummler

1973

Dieter Müller

1992

Herbert Rippel

2011

Thomas Plickert

1955

Willi Träger

1974

Ludwig Gröschel

1993

Karl Pürner

 

 

1956

Ernst Heumüller

1975

Erhard Loos

1994

Herbert Rippel

 

 

1957

Anni Träger

1976

Willi Träger

1995

Georg Grötsch

 

 

1958

Willi Träger

1977

Johann Richthammer

1996

Thomas Plickert

 

 

1959

Willy Hahn

1978

Helmut Schuhmann

1997

Helga Neidel

 

 

1960

Erhard Loos

1979

Georg Lomsche

1998

Ulrike Loos

 

 

1961

Fritz Brunhold

1980

Georg Grötsch

1999

Dehling Jürgen

 

 

1962

Georg Strobel

1981

Isabella Schinzel

2000

Herbert Rippel

 

 

1963

Hans Luber

1982

Roswitha Richter

2001

Thomas Plickert

 

 

1964

Georg Aures

1983

Georg Aures

2002

Ulrike Loos

 

 

1965

Hans Dehling

1984

Helmut Richter

2003

Richard Maul

 

 

1966

Günther Weinfurtner

1985

Erika Heinl

2004

Thomas Plickert

 

 

1967

Erhard Loos

1986

Georg Aures

2005

Ulrike Loos

 

 

1968

Hans Kopp

1987

Roswitha Richter

2006

Thomas Plickert

 

 

1969

Georg Poppel

1988

Georg Neidel

2007

Linda Misch

 

 

1970

Georg Grötsch

1989

Hans Deyerl

2008

Herbert Rippel

 

 

1971

Josef Niedermirtel

1990

Herbert Rippel

2009

Dietmar Bayer

 

 

1972

Georg Grötsch

1991

Ulrike Hauenstein

2010

Tobias Lorenz

 

 

1960 wurde Fritz Brunold zum Schützenmeister gewählt,

1979 übernahm Georg Lomsche` dieses Amt.

1980 wurde eine elektrisch betriebene Seilzuganlage im  Rahmen der Renovierungsarbeiten im Schützenheim eingebaut.

Anlässlich der 70-Jahr Feier fand im Hotel Kohler ein Festabend statt.

Gauschützenkönig 1980 war Georg Götsch.

1984 errang Herbert Rippel die Gauschützenkönigswürde.

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